Keine wirkliche Idee, was du studieren willst? - Lass Dich beraten!

Erfahrungsbericht von Lena I., 20 Jahre

Als ich am Ende meiner Schulzeit vor der Wahl stand, was ich nach dem Abitur studieren möchte, war das wohl die wichtigste Entscheidung, die ich bis dahin treffen musste. Trotzdem, oder gerade deshalb, habe ich meine Entscheidung lange hinausgezögert. Mir fehlte ein Ansatzpunkt – eine Idee, wie ich die Studienfachwahl angehe. Ich hätte Tipps gebraucht, wo man mit der Suche von Studieninformationen und der Recherche nach der geeigneten Hochschule ansetzt.

Infotage an der Schule, Beratungen der Agentur für Arbeit oder Broschüren waren meist so allgemein gehalten, dass sie mir nichts nutzten.

Viele meiner Studienkollegen berichten Ähnliches: Man hat sich letzten Endes eher spontan, aus dem Bauch heraus entschieden, was und wo studiert wird. Leider hatte das bei einigen die Konsequenz, dass sie nach kurzer Studienzeit merkten, dass sie sich zu wenig Gedanken gemacht und somit die falsche Wahl getroffen hatten.

Die Frage, was zu mir passt und was meine Interessen widerspiegelt, stellte für mich eine große Schwierigkeit da. Ich dachte, ich sollte am besten einfach irgendein Studienfach auswählen und dann schauen, wo es hingeht. Mir war damals nicht klar, dass ich mir stattdessen besser über die Fähigkeiten und Kompetenzen hätte bewusst werden sollen, die ich später im Arbeitsleben einsetzen möchte und danach zu schauen, welches Studium zu meinen Wünschen passt. Es wäre hilfreich gewesen, damals mit jemandem zu sprechen, um gemeinsam - unterstützt von Hobbys, Lieblingsschulfächern etc. - auf später mögliche Tätigkeiten zu schließen. Denn im Studium gehöre ich nun zu einer der vielen, die zwar studiert, aber ohne konkretes Ziel.

Einige Studienfreunde erzählen, dass sie nicht wussten, welches Studium zu ihren Berufsvorstellungen passt bzw. zu diesen hinführt; andere hatten recherchiert, dass sie die Anforderungen an ihr gewünschtes Studienfach nicht erfüllen können und haben sich dann für ein völlig anderes Fach entschieden, da sie keine anderen Möglichkeiten sahen – sie alle hätten wohl auch Hilfestellung nötig gehabt.

Natürlich habe ich mich mit meinen Eltern über die Studienfachwahl beraten, schließlich kennen sie mich und wissen oft was mir gefällt und zu mir passt. Allerdings haben sie selber nie studiert, so dass sie mir kaum helfen konnten. Meine Mutter empfahl mir deshalb einen Test im Internet zu machen, der einem das richtige Studienfach präsentieren sollte. Jedoch wurde mir schnell klar, dass so ein standardisierter, unpersönlicher Fragenkatalog nicht mich als Person mit einbeziehen kann.

Eine Freundin von mir hatte mit ihren Eltern das Problem, dass sie zu sehr ihre eigenen Erfahrungen berücksichtigt haben und ihr somit unbewusst zu Dingen geraten haben, die nicht das richtige für sie waren. Es hätte ihr und auch mir geholfen, wenn wir mit einer unabhängigen Person mit neutraler Sichtweise hätten reden können. Jemand, der über den Tellerrand schauen und Alternativen aufzeigen kann und Wissen über die Studiensituation – Universitäten/Fachhochschulen, Bachelor/Master, Inland/Ausland, NC/Bewerbung – hat.

Damals wusste ich noch nicht, wie viele Abiturienten große Schwierigkeiten mit der Studienfachwahl haben und wie oft die falsche Entscheidung aufgrund der Fülle an Informationen und Möglichkeiten getroffen wird. Heute würde ich mir Hilfe holen, was mir viel Unsicherheit erspart hätte. 

Aktuelles aus dem Newsroom

Coaching per skype

Coaching und Beratung via Skype haben wir in der letzten Zeit vereinzelt angeboten - und reagieren nun auf die verstärkte Nachfrage und nehmen die Beratung/das Coaching per Skype fest in unser Programm auf.

mehr

Bewerben über Onlineportale

Manchmal ist es etwas verzwickt... Bianca Sievert hat ein Interview für das Karriereportal von Österreichs 'die Presse' gehabt. Leider ist von ihrer Sicht auf das Thema "Onlinemasken und Bewerbung" nur wenig übernommen worden. Einiges im Artikel kann beruf & leben unterschreiben (vor allem die Tipps, die sind größtenteils von Bianca Sievert), anderes nicht. Hier gehts direkt zum Artikel

mehr

Lehre gestalten

Persönlichkeitstypologie und Hochschuldidaktik: Lehr- und Lernpräferenzen kennen und nutzen

mehr

Ihr Weg zum passenden Beruf

Erfolgreich mit Portfolioarbeit

mehr